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Aktualisiert am: 02.04.2024
Veröffentlicht am: 18.10.2022
Disclaimer: Dieser Beitrag ist eine journalistische Publikation und dient ausschließlich Informations- und Unterhaltungszwecken. Der Beitrag stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie, eines Wertpapiers oder einer sonstigen Anlage dar.
In Zeiten der Energiekrise wünschen sich viele, aktiv werden zu können und der düsteren Zukunft etwas entgegenwirken zu können. Kein Wunder also, dass seit Beginn des Jahres die Nachfrage nach Solaranlagen durch die Decke geht. Aber der neue Solar-Boom überlastet die Systeme – und die Anfragen können nicht schnell genug abgewickelt werden: Die Wartezeit für die eigene PV-Anlage liegt schon längst bei vielen Monaten.
Und ohnehin hat nicht jeder eigene Dachfläche zur Verfügung, auf der eine PV-Anlage überhaupt Platz finden könnte. Es braucht also weitere Möglichkeiten, die Solarbranche zu fördern und die Energiewende voranzutreiben. Eine Möglichkeit dazu ist der Handel mit Solar-Aktien, z.B. über Online-Broker wie flatex oder Trade Republic.
Wie schon gesagt, die Solarbranche erlebt in diesen Zeiten ihre Renaissance, nachdem es in Deutschland bereits 2009 einen Solar-Boom gegeben hatte. Nun, gut 10 Jahre später, ist der Druck noch höher, einen schnellen Ausbau der Solarleistung zu ermöglichen. Die Klimakrise ist ein allgegenwärtiges Problem und der Wille zur Energiewende ist da.
Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien, so viel ist klar. Wir wissen schon lange, dass fossile Brennstoffe wie Öl oder Gas nur begrenzt verfügbar sind und zudem eine Belastung für die Umwelt darstellen. Der Umstieg auf erneuerbare Energien, wie zum Beispiel Solarenergie, ist daher unabdingbar. Die Investition in Solar Aktien ist daher vergleichsweise zukunftssicher – denn Solarenergie wird ein fester Bestandteil unserer Energieversorgung werden.
Verstärkt wird das durch das Verbot von Verbrennermotoren: Auch die Zukunft der E-Mobilität wird also ebenfalls auf Strom umsatteln. Auch das macht die Investition in Solarenergie zukunftssicher.
Die Solarbranche umfasst ein großen Feld und dementsprechend unterschiedliche Arten von Solar Aktien gibt es auch:
Sicherlich die offensichtliches Aktien-Art ist die von Solarherstellern. Solarhersteller meint zum Beispiel Firmen wie Jinko Solar, die Photovoltaikmodule, Stromspeicher oder Wechselrichter produzieren.
Möglich ist es auch, in große PV-Anlagen wie Floating-PV oder Solarparks zu investieren. Für Unternehmen wie Baywa.re sind beispielsweise Aktien erhältlich.
Nicht nur Hersteller von Solarkomponenten verkaufen Aktienanteile, sondern auch Installateure. So beispielsweise auch Sunrun, ein Unternehmen aus Kalifornien. Sunrun vermietet Solaranlagen für Privathaushalte.
Der Ausbau der Solarleistung bedeutet auch einen vermehrten Bedarf der entsprechenden Rohstoffe. Beispielsweise Silizium wird für die Fertigung von Solarmodulen benötigt. Auch Stoffe wie Silber, Indium, Cadmium und Blei werden für die Produktion von PV-Komponenten viel benötigt. Möglich wäre also auch die Investition in Unternehmen, die eben diese Rohstoffe zur Verfügung stellen. So kann auch indirekt in Solarenergie investiert werden, ohne direkt in Solar Hersteller zu investieren.
Neben dem klassischen Investment gibt es auch die Möglichkeit des Crowdinvesting. Hierbei wird die Investitionssumme nicht aus einer Quelle geschöpft, sondern aus mehreren kleinen – der „Crowd“. Im Gegensatz zum Crowdfunding erhältst Du hier aber eine Rendite, statt eines zeitlichen Vorteils oder materiellen Wertes.
Schon 2009 steckte Deutschland zum ersten Mal in einem Solar-Boom. Die Leistung hat sich in diesem Jahr auf 9,8 Gigawatt verdoppelt. Dafür gibt es zwei Gründe:
Nun steckt Deutschland mitten in einem zweiten Solar-Boom – ausgelöst durch die Energiekrise und die Erfahrungen der Versorgungsprobleme durch die Corona-Pandemie. Der Ansturm auf die Solarbranche ist daher zurzeit besonders hoch. Zusätzlich angefacht wird der Boom auch in diesen Zeiten durch ein novelliertes EEG: Demnach setzt die Degression der Einspeisevergütung vorerst bis 2024 aus. Außerdem werden die Vergütungssätze insgesamt angehoben und es wird ein Bonus für Volleinspeise-Anlagen eingeführt.
JinkoSolar wurde 2006 in Shanghai, China gegründet. Das Unternehmen produziert Solarkomponenten wie Solarzellen, Solarmodule und Montagesysteme. Stand 2020 arbeiten über 24.000 Mitarbeiter*innen für JinkoSolar, die einen Umsatz von 5,09 Milliarden US-Dollar erwirtschafteten. Mit dem Tochterunternehmen JinkoPower wurde auch der Markt der Solarparks erschlossen. 2010 ist JinkoSolar an die New Yorker Börse gegangen.
Solar Edge ist bekannt für seine Leistungsoptimierer und Monitoring-Systeme, bietet mittlerweile aber auch eine Produktpalette darüber hinaus an, zum Beispiel PV-Module oder Wechselrichter. Das Unternehmen wurde 2006 in Hod haScharon, Israel gegründet. Im Jahr 2021 beschäftigt SolarEdge fast 4.000 Mitarbeitende und fährt einen Umsatz von 1,96 Milliarden US-Dollar ein.
SunPower wurde bereits 1985 gegründet. Das Unternehmen mit Sitz in Kalifornien installiert PV-Anlagen für Privathaushalte und vertreibt Solarkomponenten an Händler und Baubetriebe. Rund 2.200 Mitarbeitende (Stand: 2020) werden von SunPower beschäftigt, die einen Umsatz von 1,12 Milliarden US-Dollar erwirtschafteten. Im Photovoltaik Global 30 Index ist das Unternehmen seit 2009 notiert.
Daqo New Energy produziert mono- und polykristalline PV-Module. Das Unternehmen mit Sitz in Wanzhou, China wurde 2007 gegründet und beschäftigt Stand 2018 rund 1.500 Mitarbeitende. 2010 geht Daqo New Energy an die Börse.
Wie der Name schon vermuten lässt, ist Canadian Solar ein kanadisches Unternehmen mit Sitz in Ontario. Gegründet wurde es im Jahr 2001. Das Unternehmen stellt Solarmodule her und hat seit der Gründung Module mit insgesamt über 15 Gigawatt ausgeliefert.
Nach Stand 2019 sind über 13.000 Mitarbeitende bei dem Unternehmen beschäftigt. Der Umsatz lag im Jahr 2020 bei 3,4 Milliarden US-Dollar.
Das amerikanische Unternehmen Enphase Energy wurde 2006 gegründet, seinen Sitz hat es in Kalifornien. Es produziert Mikro-Wechselrichter und Stromspeicher für PV-Anlagen sowie Ladestationen für Elektrofahrzeuge. An die Börse ging das Unternehmen im März 2012.
Das amerikanische Solar-Unternehmen First Solar aus Arizona bietet Photovoltaikmodule an. Gegründet wurde es im Jahr 1999, seitdem ist die Mitarbeiterzahl auf über 5.000 (Stand 2020) gestiegen. Im Jahr 2020 wurde ein Umsatz von 2,71 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Seit 2006 ist First Solar an der Börse gelistet.
SMA Solar ist bekannt für seine Wechselrichter und PV-Anlagen. Das Unternehmen wurde im Jahr 1981 in Niestetal gegründet. Seitdem ist die Anzahl der Beschäftigten auf über 3.000 gestiegen. An der Börse ist das Unternehmen seit 2008 gelistet.
Xinyi Solar ist einer der größten Produzenten von Solarglas. Grgründet wurde die Firma im Jahr 2008 in China. Über 14.000 Mitarbeiter*innen arbeiten bei Xinyi Solar.
ISIN | Symbol | Währung | Kurs | Marktkapitalisierung | KGV | |
---|---|---|---|---|---|---|
NextEra Energy Inc. | US65339F1012 | NEE | USD | 73,65 | 166,68 Mrd. EUR | 36,51 |
SMA Solar Technology AG | DE000A0DJ6J9 | S92 | EUR | 41,02 | 1,39 Mrd. EUR | -56,33 |
Sunrun Inc. | US86771W1053 | RUN | USD | 21,57 | 4,56 Mrd. EUR | -82,95 |
Edisun Power | CH0024736404 | EPH | CHF | 116,00 | 122,14 Mio. EUR | – |
Meyer Burger | CH0108503795 | M6YA | CHF | 0,446 | 1,18 Mrd. EUR | – |
First Solar Inc. | US3364331070 | FSLR | USD | 120,80 | 13,33 Mrd. EUR | 20,03 |
Xinyi Solar Holding Ltd. | KYG9829N1025 | XNYIF | EUR | 1,05 | 9,19 Mrd. EUR | 23,09 |
Trina Solar | CNE100003ZR0 | 688599 | CNY | 67,57 | 21,36 Mrd. EUR | 60,42 |
Scatec Solar | NO0010715139 | STECF | EUR | 7,16 | 1,12 Mrd. EUR | 61,81 |
Manz AG | DE000A0JQ5U3 | MANZF | EUR | 25,90 | 228,45 Mio. EUR | 17,10 |
Wenn Du Dich entschieden hast, auch in die Solarbranche einzusteigen und in Solaraktien zu investieren, stellt sich vor allem eine Frage: Wie? Wir haben für Dich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Um Aktien kaufen zu können, benötigst Du zunächst ein Wertpapierdepot. Das ist quasi ein eigenes Konto, über das die Aktienkäufe und -verkäufe abgewickelt werden. So ein Depot kannst Du entweder bei einer Direktbank oder Online einrichten.
Heutzutage kannst Du Dein Wertpapierdepot schnell und unkompliziert online anlegen. Dafür brauchst Du zunächst einen Online-Broker. Wir haben Dir eine Liste mit vertrauenswürdigen und anfängerfreundlichen Anbietern zusammengestellt:
Zielgruppe | Alle, die an Zertifikats-Sparplänen interessiert sind | Bei Interesse auch mit ETFs, CFDs etc zu handeln | Interessierte am Xetra-Handel | Alle, die in Fonds investieren möchten | Bei Fokus auf ETF-Sparpläne | Interessierte an verschiedenen Handelsplätzen | Alle, die Wert auf Online- oder telefonische Order legen | Bei Fokus auf möglichst günstigem Handel |
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kostenlose Depotführung | ||||||||
Orderprovision | 4,90 Euro + 0,25 % des Ordervolumens | 4,95 Euro + 0,25 % des Ordervolumens | 5,90 + 0,04% ab 40.000,01 Euro Ordervolumen | 5 – 10 € zzgl. Handelsplatzgebühr | 4,99 Euro + 0,25 % des Ordervolumens | 4 € pro Order | 0,25 % des Ordervolumens | kostenfrei |
Börsen | alle großen Börsen | alle großen Börsen | alle deutschen Börsen und US-Börsen | alle großen Börsen | alle großen Börsen | alle großen Börsen | alle deutschen Börsen | alle großen Börsen |
Demo-Konto |
Hast Du Dich für einen Broker entschieden, legst Du Dir dort zunächst ein Konto an. Im Laufe der Anmeldung wirst Du einige Daten eingeben müssen, wie Deine Mail-Adresse und Anschrift, Dein Alter etc. Diese Angaben müssen anschließend auch verifiziert, indem Du beispielsweise Bilder Deines Personalausweises hochlädst.
Ist das Konto erstellt, geht es darum, die Vorgänge kennenzulernen und erste Schritte zu unternehmen. Oft gibt es einen Demo-Bereich, in dem Du Dich erstmals im Trading ausprobieren kannst, ohne dabei Geld zu riskieren. Fühlst Du Dich dann sicher genug, kannst Du Geld in Dein Depot laden uns loslegen!
Ist Dein Depot erstellt, kannst Du loslegen und die gewünschten Wertpapiere kaufen. Möchtest Du ganz bestimmte Aktien kaufen, findest Du diese über eine der Kennnummern: Hier gibt es zum einen die deutsche Wertpapierkennnummer (WKN) und die internationale Kennnummer (ISIN). Die werden einmalig vergeben und führen Dich damit sicher zu der gewünschten Aktie.
Hast Du die passende Aktie gefunden, wählst Du den Handelspartner aus. Hier zählt, welcher den günstigsten Verkaufspreis anbietet. Abschließend kannst Du Deinen Kauf noch modifizieren, zum Beispiel, in dem Du eingibst, wie viele Aktien Du gerne kaufen möchtest oder zu welchem maximalen Preis.
Wer sich mit Aktienhandel beschäftigt, hört immer wieder von Aktien, Fonds und ETFs – aber was ist der Unterschied? Und was passt zu Dir?
Mit einer Aktie kaufst Du einen kleinen Teil eines Unternehmens und wirst damit zum Aktionär. Als Aktionär wirst Du zukünftig auch an den Gewinnen des Unternehmens beteiligt und bekommst diese entsprechend ausgezahlt.
Neben den Einzelaktien gibt es aber auch die Möglichkeit in Fonds zu investieren. Ein Fonds ist ein Paket verschiedener Aktien. Hier zahlen mehrere Investoren gemeinsam ein, um dann in entsprechende Einzelaktien zu investieren. Damit kannst Du Dein Geld großflächiger investieren und dabei das Risiko reduzieren. Allerdings kostet Dich die Investition in einen Fonds in der Regel Managementgebühren, da der Fonds verwaltet werden muss und das eingezahlte Geld entsprechend eingesetzt werden muss.
Eine Alternative zum Aktienfonds mit Management ist ein ETF, kurz für „Exchange Traded Fund“. Ein ETF bildet einen Index ab und setzt sich dementsprechend zusammen. Aus diesem Grund wird für die Verwaltung eines ETFs kein Management benötigt, weshalb hierfür auch keine Gebühren anfallen. In ETFs kannst Du auch über Online-Broker wie S-Broker oder onvista investieren.
Zu den beliebtesten Solar Aktien gehören Jinko Solar, Solar Edge, SunPower, SMA Solar und Xinyi Solar. In unserem Artikel haben wir eine ausführliche Liste von Solar Aktien aufgeführt.
Um in Solarenergie zu investieren, kann man in Hersteller (z.B. SMA, Jinko, Xinyi), Rohstoffe (z.B. Silizium) oder auch Parkbetreiber (z.B. Baywa.re) investieren.
Der Klimawandel und die Energiekrise sorgen dafür, dass erneuerbare Energien immer wichtiger werden. In Zukunft wird daher auch die Solarenergie immer weiter ausgebaut werden und man kann davon ausgehen, dass sich die Investition in Solarenergie lohnen wird.
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